Zum 40-jährigen Bestehen hat das Schweizer Beratungsunternehmen Wüest Partner untersucht, wie sich Immobilienaktien in 14 Ländern seit 1985 entwickelt hätten – bei einer einmaligen Investition von je 100.000 Währungseinheiten, gehalten bis Ende 2024.
Die Ergebnisse sind erstaunlich: In Hongkong hätte sich die Investition nominal auf über 6,6 Millionen HKD vervielfacht. Inflationsbereinigt liegt Norwegen vorn – mit einem realen Vermögenszuwachs auf das 18-Fache. Die Schweiz überzeugt mit Stabilität: aus 100.000 CHF wurden real 1,33 Millionen – bei geringen Schwankungen und dem besten Risiko-Rendite-Verhältnis aller Länder.
Und Deutschland? Aus 100.000 EUR wären nominal 614.000 EUR geworden – real nur 274.000 EUR. Die durchschnittliche Jahresrendite nach Inflation: gerade einmal 2,6 %. Zudem mussten Anleger:innen extreme Einbrüche aushalten, etwa während der Finanzkrise 2008, als der Markt um über 80 % abstürzte. Gründe dafür: eine späte Marktöffnung, wiederkehrende Vertrauenskrisen und der jüngste Zinsanstieg, der viele Gewinne wieder aufgezehrt hat.
Insgesamt wurden neben Deutschland Länder wie Australien, Kanada, Japan, die USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, die Schweiz, Norwegen, Schweden, die Niederlande, Singapur und Hongkong untersucht. Die Analyse fokussiert sich auf börsengehandelte Immobilienfirmen, die Wohn-, Büro- oder Gewerbeimmobilien besitzen.
Langfristige Immobilieninvestments lohnen sich – aber nicht überall gleich. Wer neben Rendite auch auf Stabilität setzt, ist mit Märkten wie der Schweiz klar im Vorteil.

